Nach meinem viele Jahre währenden Fokus auf die schmalspurigen Bahnen, unternehme ich seit 2012 zum Teil wieder mehrtägige Rundreisen mit der 'großen' Bahn. Dabei habe ich 2013 Tschechien als Eisenbahnland zum Mitfahren für mich entdeckt und bin mittlerweile in jeden Winkel des Landes mit dem Zug gereist. Meine Reisen führten mich ebenfalls durch Deutschland, nach Österreich und in die Slowakei. In meinen Reiseberichten möchte ich meine Eindrücke wiedergeben und als Erinnerung für mich festhalten, sowie Tourenideen und Inspirationen geben. Zu jedem Reisebericht ist der Fahrplan und wenn vorhanden, eine Karte verfügbar. Bei den größeren Reiseberichten aus Tschechien und der Slowakei gibt es eine Verknüpfungen zu weiteren Bildern in der Bildergalerie .
In 56 abwechslungsreichen Reiseberichten werden insgesamt 51957 Kilometer mit 2314 Bildern (und 521 verknüpften Bildern aus der Bildergalerie) bereist.
Seit sehr vielen Jahren verkehrt an den Adventswochenenden das Zugpaar Os 5276/5277„Vánoční kometa“ zwischen Ústí nad Labem hl.n. und Dresden Hbf. Gebildet wurden die Züge aus alten Bautzener UIC-Y-Wagen der ČD. Mit der Veröffentlichung des Zugbildungsplan für das Fahrplanjahr 2026 wurde ersichtlich, dass die alten Wagen aus dem Elbtal verschwinden werden. Grund genug, die Chance noch einmal zu nutzen und wahrscheinlich bei der letzten planmäßigen Fahrt der Bautzener UIC-Y-Wagen nach Deutschland dabei zu sein.
Am dritten Septemberwochenende 2025 wurde der Nachtzug Snälltåget aus Stockholm/Malmö zum dritten Mal in diesem Jahr über Dresden hinaus bis Chemnitz verlängert. Nachdem ich im Mai mit meinem Vater den Zug bis Berlin genutzt hatte und auch im August mit meinen Töchtern bis in die Bundeshauptstadt damit unterwegs war, wollte ich auch den dritten Anlauf in meine Heimstadt im Zug am Übersetzfenster erleben. Zur Abwechslung wollte ich statt wieder von Chemnitz nach Berlin dieses Mal in der entgegengesetzten Richtung unterwegs sein.
Am ersten Septemberwochenende 2025 wurde auf Sachsens Schienen in vielen Ecken des Landes eine Menge geboten. Da mein Terminkalender mir nur einen
Tag hergab, war es mir schwer möglich, alle Angebote an diesem Wochenende wahrzunehmen. Da ich seit einigen Jahren lieber entspannt mit- als hektisch nebenherfahre, stand ich vor der Qual der Wahl. Schnell fand ich die für mich am interessantesten Angebote und baute diese zu einer schienengebundenen Rundfahrt zusammen. Es wurde ein langer Tag, welchen ich in drei Teil unterteilte.
Im Frühjahr hatte ich mit meinem Vater einen Frühlingsausflug nach Thüringen und Sachsen-Anhalt unternommen. Dabei war ein Ziel die Mitfahrt mit dem InterCity zwischen Gera und Erfurt gewesen. Daraus wurde aber nichts, da der Zug an diesem Tag ersatzlos entfiel. „Aufgeschoben ist nicht aufgehoben“ und so unternahmen wir vier Monate später einen neuen Anlauf zur Mitfahrt. Natürlich wurde die Route herum so gestaltet, dass nicht die gleichen Strecken im Zu- und Nachlauf wie im Frühjahr befahren wurden.
Am zweiten Augustwochenende hatte ich mit meinem Vater unsere traditionelle mehrtägige Sommerrundfahrt unternommen. Auf dem Rückweg hatten wir uns dabei für den direkten Weg von Nürnberg nach Chemnitz entschieden, obwohl ich Anfangs überlegt hatte, noch eine Runde durch Franken und eventuell der Oberpfalz
zu fahren. Da mein Vater für den August mit einem Deutschlandticket ausgestattet war nutzten wir die Gelegenheit, da es die Wettervorhersage gut meinte, den Abstecher nach Franken bei einem Tagesausflug nachzuholen.
Nur zwei Tage nach der Rückkehr vom Zugausflug nach Polen mit meinen Töchtern stand schon die nächste mehrtägige Rundfahrt auf dem Programm. Als ich dann mitbekam, dass der alex auf Grund von Bauarbeiten zwischen Schwandorf und Regensburg für zwei Monate nicht nur in der absoluten Tagesrandlage nach Hof zurückkehrte, war der erste Teil der Rundfahrt schnell klar. Da schon lange eine grenzüberschreitende Bahnlinie auf unserer Liste stand, war dies gut zu verknüpfen und die Planung des Restes dann Quasi ein Selbstläufer.
Ich nutzte die zweite Abfahrt des Schweden-Nachtzug ab Chemnitz für den Start des mehrtägigen Ausfluges mit meinen Töchtern. Zudem war Polen für mich eisenbahntechnisch ein weißes Tuch. Bis auf kurze schienengebundene Grenzübertritte und einer Nachtzugfahrt von Wien nach Berlin durch das Land, war ich noch nicht wirklich auf Schienen im Nachbarland unterwegs gewesen. Zum Abschluss der Rundfahrt wollten wir dann noch eine Strecke nutzen, die man eher als Tagesfreizeitvergnügen statt als Teil einer festen Reisekette fährt.
Seit vielen Jahren kennen meine beiden Lieblingsarbeitskollegen mein Faible fürs Zugreisens. Sehr oft fiel bei meinen Erzählungen das Schlagwort „Tschechischer Speisewagen“. Meine Kollegen waren neugierig geworden und so schmiedeten wir schon vor vielen Jahren den Plan, einmal gemeinsam nach Praha zu fahren, nur, um im tschechischen Speisewagen die Elbe und Moldau an uns vorbeiziehen zu lassen und ein frisches Schnitzel zu genießen. Kurz vor dem Einsatzende des Speisewagens zwischen Berlin und Praha unternahmen wir einen kulinarischen Ausflug.
Anfang April 2025 wurde bekannt, dass im Rahmen von drei Veranstaltungen in der Kulturhauptstadt Chemnitz der seit 2012 zwischen Stockholm/Malmö und Berlin verkehrende Nachtzug von Snälltåget, welcher seit August 2024 regelmäßig meist Freitag bis Dresden verlängert wird, jeweils an einem Wochenende im Mai, August und September über Dresden hinaus bis nach Chemnitz verkehren sollte.
Schnell war mir klar, dass ich diese Chance nutzen musste, mit einem planmäßigen internationalen Schnellzug von meiner Heimatstadt abzufahren.
Nach der „Winterpause“ war wieder die Zeit für einen schienengebunden Tagesausflug gekommen. Dieses Jahr habe ich mir zur Aufgabe gesetzt, die sehr wenigen
in Sachsen von mir noch nie bereisten Strecken einmal abzufahren, um diese Löcher in der Streckenkarte zu schließen. Im Mitteldeutschen Raum gibt es dazu
noch einige Strecken mehr, wo ich noch nie unterwegs war. Gründe genug, das Deutschlandticket mal wieder etwas auszuführen.
Mitte Oktober hatte ich bereits im Rahmen von zwei Rundfahrten den RE 6 gezielt genutzt. Bis zum Einsatzende der Halberstädter Wagen im RE 6 zum Fahrplanwechsel im Dezember 2024 waren es nun noch sieben Wochen. Diese Zeit wollte ich noch einmal ausgiebig, neben der fotografischen Dokumentation von außen, für die Fahrt im Abteil am Übersetzfenster nutzen. Dank Deutschlandticket passierte dies teilweise relativ spontan: Einsteigen, Mitfahren. So gab es für mich in den letzten Wochen des Einsatzes einen Abschied in mehreren Akten.
Fahrt vom Oktober bis Dezember 2024 mit 35 Bildern.
Im Fahrplanjahr 2024 hatte man an Samstagen durch die Anerkennung von Nahverkehrstickets inkl. des Deutschlandticket im Fernverkehr auf bestimmten Strecken die Möglichkeit, mit ICE und IC im Nahverkehrstarif auf Bahnstrecken zu reisen, wo diese Fahrzeuge an den anderen Tagen der Woche nicht eingesetzt wurden. Diese Möglichkeiten wollte ich auch nutzen und so machte ich mich an zwei Samstagen im Oktober 2024 mit meinem Deutschlandticket auf zu einer größeren und einer kleineren Rundfahrt.
Auf Grund des sehr schönen Spätsommer Wetters unternahmen wir im September einen spontanen Wochenendausflug in den Ústecký kraj. Ausgestattet mit dem günstigen Tagesticket der Region fuhren wir im Zweiachser über zum Teil wieder aktivierte Nebenstrecken. Natürlich musste auch die Fahrt am Übersetzfenster im Bautzener Abteilwagen genossen werden.
Der diesjährige Sommerausflug nach Tschechien verschlug uns nach Südmähren, um u.a. noch einmal mit der České Dráhy zwischen Znojmo und Břeclav unterwegs zu sein, bevor Arriva zum Fahrplanwechsel 2024 die Leistungen übernimmt. Wie immer wurde versucht, so viel wie möglich im Bautzener Abteilwagen am Übersetzfenster die Fahrt durch die Landschaft zu genießen.
Nachdem ich wieder einmal über einen Bildbericht und die Fahrpläne der Seenlandbahn gestolpert war reifte in mir kurzfristig die Überlegung, auch einmal mit zu fahren um so die Möglichkeit zu nutzen, den seit Mai 1998 planmäßig nur noch im Güterverkehr genutzten Streckenabschnitt von Kamenz nach Hosena zu bereisen.
Meine Wahl fiel dabei auf den Sonntag im fünften Ferienwochenende. Es sollte mit Temperaturen über 30 Grad einer der heißesten Tage des Jahres werden. Perfekt um klimatisiert Zug zufahren.
Nachdem ich letztes Jahr mit meinen beiden Kindern und ohne meine Frau einen schienengebundenen Ausflug in die Hohe Tatra unternommen hatte, wollten meine Kinder diesen Sommer wieder einen Ausflug mit ihrem Vater unternehmen. Beide Kinder wurden mit einem Deutschlandticket für Juli ausgestattet und am ersten Geltungstag starteten wir nicht nur auf deutschen Schienen in den Urlaub.
Das innere Verlangen nach einem schienengebundenen Ausflug galt es zu stillen. Dabei wollte ich vor allem wieder einmal am offenen Fenster durch den deutschen Teil des Elbtals fahren. Zudem gibt es in der Lausitz noch einige Strecken, welche ich noch nie bereist bin. So wurde zusätzlich mein Vater geschnappt und ein sonntäglicher Tagesausflug mit einem geplanten und einem spontanen kurzen Grenzübertritt in die sächsischen Nachbarstaaten unternommen.
Da mein Überstundenkonto erleichtert werden wollte und das vorhandene Deutschlandticket auch mal wieder etwas mehr, als nur den Weg zur Arbeit erleben sollte und zudem das Wetter für November sehr positiv gemeldet wurde, entschied ich ganz spontan, statt mich auf Arbeit an den Schreibtisch, in den komfortabelsten Nahverkehrszug Deutschlands zu setzen. Ich wollte noch einmal von Hof nach München und anschließend direkt wieder zurückfahren.
Eine Woche nach unserem Übersetzfenster-Ausflug ins Nachbarland sind mein Vater und ich noch einmal auf eine kleine Rundfahrt gegangen. Es galt, dem Übersetzfenster in Bayern Lebewohl zu sagen. Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2023 verliert die Länderbahn die Leistungen des RE 2 zwischen München
und Hof. Damit verschwinden, nach dem Südast im Dezember 2020, zumindest zwischen Schwandorf und Hof die seit 2007 als alex bekannten Züge aus dem Landschaftsbild.
Zu unserem diesjährigen traditionellen mehrtägigen Sommerausflug wollten wir zurück auf die Hauptstrecke, um noch einmal im klassischen Altbau-Wagen im Schnellzugdienst unterwegs sein, so lang dies noch möglich ist. Zudem stand die Mitfahrt mit einer Baureihe an, mit der wie es in den letzten 10 Jahren, seitdem wir mit dem Zug wieder durch Tschechien reisen, nie geschafft hatten mitzufahren und deren Einsatzende bevorstand.
Der September 2023 sollte für meinen Vater und mich sehr eisenbahnlastig werden. Wir hatten mehrere Rundfahrten geplant und so wurde mein Vater pünktlich
zum Monatsbeginn mit einem Deutschlandticket ausgestattet. Drei Tage später war es bereits so weit, es stand ein Tagesausflug auf dem Programm. Hauptsächlich wollten wir mit dem InterCity von Chemnitz nach Riesa und wieder zurückfahren. Die 9 ½ Stunden zwischen Ankunft und Abfahrt in Riesa vertrieben wir uns mit
einem Ausflug in die Lausitz.
Da meine Frau ein paar Tage länger arbeiten musste, als ich schon Urlaub und unsere Kinder Ferien hatten, kam mir Anfang Mai 2023 die Idee, die Zeit zu nutzen und nur mit meinen beiden Mädels etwas zu unternehmen. So unternahm ich mit meinen Kindern einen mehrtägigen Eisenbahn- und Wanderausflug in die Hohe Tatra.
Nachdem 2022 durch das 9-Euro-Ticket der Schwerpunkt für Bahnreisen mehr in Deutschland lag, war es jetzt wieder an der Zeit, dem Nachbarland einen Besuch abzustatten. Schließlich gibt es noch einige Strecken, die wir noch nicht bereist hatten. Lange schon hatten mein Vater und ich vor, die Strecke 161 von Rakovník nach Bečov nad Teplou, eine typische tschechische Lokalbahn, zu bereisen. Mitte Juni 2023 war es während eines Tagesausflug nun endlich soweit.
Zum Ende des 9-Euro-Ticket wollten ich mit meinen Eltern noch einmal einen größeren Tagesausflug zu einer Bahn unternehmen, welche wir noch nie besucht hatten. So unternahmen wir einen Ausflug zur Oberweißbacher Bergbahn.
Auch wenn das 9-Euro-Ticket im Sommer 2022 viele Eisenbahnreisen in Deutschland ermöglich hat, ein schon traditionell gewordener schienengebundenen Sommerausflug auf die andere Seite des Erzgebirgskamms durfte nicht fehlen. Die Möglichkeiten des 9-Euro-Tickets wurden bei der Planung aber berücksichtigt.
Eine Woche vorher hatten wir am 15.06.2022 bereits einen Ausflug mit dem 9-Euro-Ticket in den Harz unternommen, um die Harzquerbahn mit Dampf zu bereisen.
Bei unserem zweiten Ausflug genau eine Woche später stand nun die Selketalbahn auf dem Programm.
Mit der Ankündigung des 9-Euro-Tickets begann ich mit den ersten Überlegungen, welche Strecken denn einmal bereist werden könnten. Als die Harzer Schmalspurbahnen dann mitteilten, dass das Ticket auch auf deren Netz bis auf die Ausnahme der Brockenstrecke zwischen Drei Annen Hohne und Brocken gelte, war das erste Reiseziel schnell klar. Die Strecken im Harz standen schon lange auf meiner Liste, datiert mein letzter Besuch im Harz im Frühjahr 1989 noch im Kindesalter.
Im Jahr 2021 hatte sich der Besuch im Nachbarland zu einer schienengebundenen Sommer-Erlebnisreise etwas nach hinten geschoben. Erst war das Reisen
nach Tschechien nicht uneingeschränkt möglich, dann keine Zeit meinerseits vorhanden und zum Schluss das Wetter eher durchwachsen als sommerlich.
Anfang September kündigte sich mit dem Hochdruckgebiet „Gaya“ aber eine mehrtägige Schönwetterphase an, die den Sommer noch einmal zurückbringen sollte.
Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2020 ging der Verkehr auf der Strecke München – Lindau/Oberstdorf von der Länderbahn auf DB Regio über. Damit endete nach 17 Jahren der Einsatz der als alex bezeichneten Züge in dieser Region. Da unser geplanter Herbsturlaub der Pandemie zum Opfer fiel, konnte ich meine Familie alternativ von einem Eisenbahnausflug an den Bodensee überzeugen. So ging ich mit meinen drei Mädels auf eine 2-tägige alex-Abschiedsfahrt.
[CZ] Mit Bardotka, Brille und Tochter durch Böhmen
Nach der Rückkehr von der Rundfahrt mit meinem Vater Anfang Juli begann ich sofort mit der Planung einer weiteren Bahnreise in gleichen Monat im Nachbarland. Letztes Jahr hatte ich mit meiner Tochter eine erste größere Eisenbahnrundfahrt unternommen und es hatte uns beiden viel Spaß gemacht. Dies wollten wir dieses Jahr natürlich fortsetzen. Die Eisenbahn stand zwar im Vordergrund, aber wir wollten auch etwas die bereisten Gegenden erkunden.
Das Jahr 2020 ist wohl von einem weltweiten außerordentlichen Ereignis maßgeblich geprägt. Nach dem Aufheben der Maskenpflicht zum 01.07.2020 in Tschechien, begab ich mich mit meinem Vater zu einer kleinen Rundfahrt, welche durch außerordentliche Ereignis im Bahnverkehr geprägt war.
Bevor die ČD zum Fahrplanwechsel 2019 die saisonale Leistung am Wochenende zwischen Mai und September auf der Strecke Cranzahl - Vejprty - Chomutov
an die Länderbahn abgab, wollte ich noch einmal die Strecke am Übersetzfenster in einer Brotbüchse bereisen.
Ich unternahm die erste große Eisenbahn-Rundfahrt mit meiner 11-jährigen Tochter. Dabei besuchten wir mit dem Zug an einem Tag drei europäische Hauptstädte und genossen das kulinarische Angebot auf Schienen.
Im Juli war es wieder an der Zeit, für die traditionelle Vater-Sohn-Eisenbahn-Sommerreise. Das Reiseziel stand mit Tschechien wie so oft sehr schnell fest. Wir wollten an unseren Tagesausflug im Juni anknüpfen und noch einigen Strecken unsere Aufwartung machen, die wir bis jetzt noch nicht mit der České Dráhy bereist hatten.
In Tschechien kündigten sich zum Fahrplanwechsel im Dezember 2019 große Veränderungen an. Mehrere private Betreiber (u.a. Arriva, RegioJet oder die Länderbahn) übernahmen Leistungen im Nah- und Fernverkehr. Auch wenn wir in den letzten Jahren viel in Tschechien unterwegs waren gab es doch noch Ecken, die bis jetzt von uns unentdeckt blieben. Diese wollten wir noch einmal mit der České Dráhy bereisen.
Anfang Juli war es wieder Zeit, für die mittlerweile traditionelle Vater-Sohn-Eisenbahn-Sommerreise. Dabei stand, wie bereits in den letzten Jahren, Tschechien mit einem klitzekleinen Abstecher in die Slowakei, auf dem Plan. Ziel war unter anderem, von uns noch nicht bereiste Strecken im Bautzener UIC-Y Abteilwagen abzufahren.
Auf Grund von Triebwagenmangel bei der Erzgebirgsbahn kam es im Juni und Juli 2018 zu lokbespanntem Ersatzverkehr auf der RB 81 zwischen Pockau-Lengefeld und Obernhau-Grünthal. Es war eine Zeitreise zurück in die 1990er-Jahre im Erzgebirge möglich.
[DE] „Einmal Brand - Ziegenhain und zurück, Bitte!“
Vom 22.06. bis 24.06.2018 fand in Freiberg das 33. Bergstadtfest statt. Aus diesem Grund verkehrte nach 2016 und 2017 zum dritten Mal der Bergstadtexpress um Freiberg. Dabei wurde zum einen die seit dem 24.05.1998 für den Personenverkehr nicht mehr genutzte Strecke zwischen Berthelsdorf und Brand-Erbisdorf befahren. Außerdem verkehrte der Bergstadtexpress über die heute so genannte Zellwaldbahn und zwischen Nossen und Ziegenhain fuhr seit 20 Jahren wieder ein Personenzug.
Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2017 verschwanden die Bautzener UIC-Y Wagen auf der Linie zwischen Cheb , Usti nad Labem und Praha. Ich wollte noch einmal die Strecke von Cheb bis Ústí nad Labem am offenen Fenster genießen, es fehlte nur noch ein schöner Herbsttag. Der Wetterbericht vermeldete für den 29.09.2017 blauen Himmel, Sonnenschein und Temperaturen bis 21 Grad. Also hieß es: „Nix wie los!“.
Anfang September unternahmen wir mit den Freunden einen Wochenend-Städte-Trip. Die Planung dazu lag dabei ganz in meiner Hand, einziger Wunsch meiner Reisegruppe: Die Reise sollte per Bahn erfolgen. Nichts leichter als das! Welches Land bietet sich von Chemnitz da besser an als Tschechien. Da meine Reisegruppe bisher nur Praha kannte war es an der Zeit, ihren Horizont zu erweitern.
Die Rückkehr der alten Görlitzer WLAB der ČD in den planmäßigen Dienst auf der Strecke Praha - Zvolen sollte noch einmal genutzt werden. Wer weiß, wie lange die alten Görlitzer noch in Betrieb sein sollten. Zusätzlich wollten wir noch einige uns unbekannte Hauptstrecken bereisen und auch ein Schlafwagen, der die Hälfte seiner Fahrzeit stand, war von Interesse.
[DE] RE 3-Ersatzverkehr: Ein Blick von Innen nach Außen
Auf Grund von Radreifenproblemen und der Abstellung der Triebzüge der BR 1440 kamen ab Dezember 2016
für einige Wochen zwischen Dresden und Hof Ersatzgarnituren zum Einsatz.
So drehte ich eine Runde im Abteilwagen auf der Sachsenmagistrale.
Vor der Einstellung der Nachtzüge bei der DB unternahmen wir einen etwas anderen Familienausflug und fuhren mit unserer Tochter mit dem EuroNight noch einmal von Dresden nach Köln.
Nachdem im Dezember 2015 bekannt wurde, dass die DB Ende 2016 ihre Nachtzüge komplett einstellen will war schnell klar, wie die Reise beginnen sollte: Mit dem Nachtzug noch einmal ab Dresden. Zürich sollte das erste Ziel der Reise werden. Von da aus fuhren wir entlang der Alpen bis nach Böhmen.
Unsere Reise führte uns das Tal der Freiberger Mulde hinauf nach Holzhau, zu Fuß auf den Kamm, per Bahn hinunter ins Böhmische Becken, vorbei an der Stadt des Schwibbogens und entlang der Zwickauer Mulde zurück nach Chemnitz.
Ein Wochenend-Städte-Trip mit meiner Frau & Freunden stand auf dem Programm. Als Ziel wurde die Hauptstadt von Österreich auserkoren und als Transportmittel konnte ich die Reisegruppe von der Eisenbahn überzeugen. Die Hinfahrt erfolgte dabei mit dem Nachtzug ab Dresden. Dies war Neuland für meine Mitreisenden.
Zum kleinen Fahrplanwechsel am 12.06.2016 gab DB Regio die Verkehrsleistungen auf den Strecken Dresden – Hof und Chemnitz – Elsterwerda ab. Damit verschwanden auch die Loks der Baureihe 143 mit ihren Doppelstockwagen aus der Chemnitzer Eisenbahnlandschaft. Wir nahmen bei einer Mitfahrt noch einmal persönlich Abschied von den 143ern mit ihren Doppelstockwagen zwischen Chemnitz, Elsterwerda und Dresden.
[DE][CZ] Dampfloks, Karlex und ein ungeplanter Ungar
Es wieder einmal an der Zeit, eine größere Runde mit dem Sachsen-Böhmen-Ticket zu drehen. Die Fahrt sollte uns als fünfköpfige Gruppe über bereits bekannte Strecken um das Erzgebirge führen. Dieses Mal fuhren wir im Uhrzeigerichtung von Chemnitz über Dresden, Ústí nad Labem, Cheb und Plauen wieder zurück nach Chemnitz.
Zu den Fahrplanwechseln im Dezember 2015 und Juni 2016 musste DB-Regio eine große Anzahl von Leistungen in Mitteldeutschland abgeben. Zudem wurde zum 12.12.2015 auf der Strecke Döbeln – Meißen der Personenverkehr eingestellt und die Züge zwischen Chemnitz und Riesa hielten fortan nicht mehr zwischen Chemnitz Hbf und Mittweida. Aus diesen Gründen wurde bei schönstem Herbstwetter noch einmal eine große Runde mit den roten Zügen durch Mitteldeutschland gedreht.
Nach unserer Tour 2014 mit dem Excelsior, wo wir nach knapp 25 Jahren wieder mit einem Schlafwagen unterwegs waren und großen Gefallen am Bahnfahren in Tschechien und der Slowakei gefunden hatten, war schnell klar, dass man dies jetzt mindestens einmal jährlich als Mehrtagesfahrt machen könnte. So wurden die längsten Tage des Jahres dazu genutzt, die Hohe Tatra, die Fatra und das Slowakische Paradies am Zugfenster an uns vorbeiziehen zu lassen.
Am 28.03.2015 waren 01 509 und 35 1097 auf Rundfahrt um das Erzgebirge. Am gleichen Tag waren wir auch auf dem Weg, das Erzgebirge zu umrunden, aber in entgegengesetzter Richtung und etwas größerer Runde. Mit dem Sachsen-Böhmen-Ticket ging es von Chemnitz über Zwickau, Sokolov, Ústí nad Labem, Liberec und Dresden wieder nach Chemnitz.
In den Jahren 1988 und 1990 hatten wir unsere Sommerurlaube im heute slowakischen Piešt‘any verbracht. Nachdem wir im September 2013 nach sehr vielen Jahren wieder einmal mit dem Zug in Tschechien unterwegs waren und großes Gefallen daran gefunden hatten, wollten wir rund ein Vierteljahrhundert nach unseren Urlauben nun zum einen die Strecke nach Piešt‘any auch einmal bei Tag fahren, aber hauptsächlich auch noch einmal mit einem Görlitzer Schlafwagen und auch dem Excelsior unterwegs sein.
Anfang 2013 begann ich mich, vor allem auf Grund einiger Reiseberichte im Internet, für die Eisenbahn jenseits des Erzgebirgskamms so richtig zu interessieren. Das Land lockte mit viel Altbaumaterial, klassischen Wagenzügen und dem Flair eines Eisenbahnbetriebs, wie wir ihn in Deutschland kaum noch finden können. Zum Einstieg und erstem Kennenlernen wurde eine kleine Rundfahrt mit dem Sachsen-Böhmen-Ticket mit meinem Vater geplant.
Neben der Eisenbahn in Sachsen interessiert mich u.a. auch die U-Bahn in Berlin. Daher habe ich von meiner Frau zum Geburtstag eine Fahrt mit der U-Bahn Tunnel Tour in Berlin geschenkt bekommen, um den Berlin Untergrund oben ohne zu entdecken.
Am 14.10.2012 fand im Regensburger Hauptbahnhof der Eisenbahn-Erlebnistag statt. Als Stargast war mit 18 201 die schnellste betriebsfähige Dampflok der Welt eingeladen. Als besonderes Extra reiste die Lok als Plandampf aus Sachsen, ab Hof dann mit dem planmäßigen ALX 84111 an. So ergab sich die Möglichkeit, die Strecke durch das Vogtland bis Hof und weiter
nach Regensburg noch einmal mit Fernverkehrsgefühl, am offenen Fenster mit Dampffahne, zu einem unschlagbar günstigen Preis zu genießen.